KatecheseKirche St. Stephan, Krefeld
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Bilderfries

 

Eine Abenteuer Pilgerreise nach Assisi

La Verna, ein heiliger Berg

Freitag, 2.September 2011

Heute beginnt schon unsere Rückreise. Über den Berg La Verna fahren wir zurück nach Hause. La Verna war für Franziskus immer ein heiliger Berg, wo auch das Wunder der Stigmatisierung stattfand.

Nach dem Frühstück verlassen wir Assisi pünktlich um 9:30 Uhr. In den Bussen herrscht eine eigentümliche Stimmung, einerseits gespannt auf das heutige Ziel andererseits Abschied nehmend von Assisi. Oft hört man ein gemurmeltes "ciao" oder "Bis bald".

Mit den Bussen geht es nördlich bis Chiusi della Verna. Dort beziehen wir eine wunderschöne Unterkunft ca. 3km vom eigentlichen Heiligtum entfernt. Wir richten uns kurz ein und dann geht es schon mit den Bussen nach La Verna. Die Wanderungen sind nach den Strapazen des gestrigen Tages gestrichen worden und so fahren wir alle zusammen mit den Bussen bergan. Dort steht uns viel freie Zeit zum Erleben zur Verfügung. Um 15:00 Uhr findet die tägliche Andacht und Prozession zur Kapelle der Stigmatisierung statt. Anschliessend haben wir wieder Zeit für uns.

La Verna ist zwiespältig, selbst wenn man die Thematik der Stigmatisierung ganz beiseite lässt. Zum einen ist hier sehr viel Trubel, selbst die Ordensleute laufen wild gestikulierend mit dem Telofonio (dem Handy) über den Platz vor der Basilika. An Ruhe, Andacht und Meditation ist hier nicht zu denken. Andererseits, wenn man alles dies ausblendet, kann man sich vorstellen was Franziskus, den steilen Weg aus Becciso kommend, in dieser Wildnis gefunden hat. Eine Felsformation mit einer unglaublichen Aussicht über die Toskana und Umbrien. Im Sommer wunderschön, im Herbstnebel und im Winter aber auch verstörend. Hier kann man wirklich in Einsamkeit seinem Gott und Herrn lieben, mit ihm reden und leiden. Beeindruckend  sind auch die Unterschlüpfe die Franziskus sich zur Ruhe und zum schlafen gesucht hat, nackte Felsnischen, karg und roh. Viele von uns finden diese Einsamkeit  in den umliegenden Wäldern, Wegen und Plätzen. Orte die auch Franz schon besucht hat und die wir nun mit ihm teilen dürfen.

Am Abend trifft sich die Gemeinschaft nach einem wunderbaren Abendessen zum Gottesdienst in der Kapelle. Anschliessend kommen wir zum vorerst letzten mal auf der Veranda zum Gespräch bei Wein und Bier zusammen. Auch heute herrscht zwar eine fröhliche aber gedämpfte Stimmung. Morgen geht es wieder nach Hause...


Von Benedikt Geltenpoth

Veröffentlicht am 07.09.2011

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