KatecheseKirche St. Stephan, Krefeld
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Bilderfries

 

Eine Abenteuer Pilgerreise nach Assisi

Fra Bernhardino und die Romita

Mittwoch, 31.August 2011

Heute geht es zur Romita und Fra Bernhardino. Durch die Vorbereitung und viele Erzählungen sind wir schon mehr als gespannt auf dieses Erlebnis.

Mit dem Bus geht es von Assisi in Richtung Terni und weiter nach Cesi. Dort halten wir an einem Busparkplatz. Die Romita liegt auf einem bewaldeten Berg den wir uns erlaufen dürfen. Durch schattige Wälder geht  es immer beran. Durch den Wald geht es immer höher und höher. Die letzten Meter geht es dann noch einmal richtig steil Berg an aber dann sind wir da.

Der Wald öffnet sich und wir befinden uns vor einer wunderschönen, kleinen Einsiedelei, La Romita. Eine Pracht von Blumen und Pflanzen, ein wunderschöner Innenhof, ein Gastgeber der uns alle mit Wasser versorgt und eine kleine Kapelle in der wir später unseren Gottesdienst feiern. Alle, wirklich alle Pilger sind von diesem Ort beseelt, der in seiner Schlichtheit und Schönheit strahlt. Die Romita ist ein ganz altes Franziskaner Kloster, ein Platz den auch Franziskus besucht hat. Mittlerweile bietet die Romita Platz für 50 Besucher und Pilger, die in den einfachen aber schönen Zimmern übernachten können. Aber der Reihe nach.....

Nach dem Gottesdienst in der schönen Kapelle sind wir von Bernhardino zum Picknik eingeladen. In seinem "Sommeresszimmer" unter einer sehr alten, riesigen Zeder sitzen wir an langen einfachen Tischen, essen und trinken Wein. Wir werden so gut versorgt (Antipasti, Pasta, Dessert und Kaffee!!), dass wir fast träge werden, aber dazu lässt uns Bernhardino gar keine Möglichkeit. Er ist eine absolut beeindruckende Persönlichkeit wenn er von seinem Leben erzählt. Als junger Mann wird er Franziskaner, studiert in den 60er Jahren Theologie in Tübingen bei Ratzinger und Küng, promoviert bei Küng, geht zurück nach San Damiano und versucht das, was Franz vorgelebt hat, nach zu leben. Nach Jahren in San Damiano findet er dann die Romita, eine kleine verlassene Einsiedelei auf einem Berg. Ab 1991 baut er sie Stück für Stück mit eigener Arbeit aber auch externer Hilfe als franziskanisches Lebensprojekt wieder auf. Hier können Menschen franziskanisches Leben "erleben", auf der Pilgerfahrt übernachten oder auch für einige Zeit (oder länger...) wohnen, sich besinnen auf das Wesentliche, beten und arbeiten, wie Bernhardino es formuliert "mit Klarheit im Kopf, Wärme im Herzen und Kraft in den Händen". So hat er in den vergangenen 20 Jahren die Romita wieder aufgebaut, von einer Ruine zur einer Schönheit. Die zahlreichen Bilder stellen den alten Zustand noch beindruckend dar. Bernhardino lebt uns die Gedanken von Franziskus in der heutigen Zeit vor, mit Einfachheit, harter Arbeit aber vor allem mit Leidenschaft, Liebe zur Schöpfung, Herzlichkeit und viel Freude im Herzen (..und den Augen). Wir sind gefesselt von seiner Rede, lachen viel und lernen, das die Romita "hart, aber schön" ist und nicht umgekehrt und noch so vieles mehr!

Nach diesem Gespräch zeigt uns Bernhardino noch den Aussichtspunkt, das Belvedere, die schöne Aussicht über die umliegenden Täler, den auch schon Franziskus besucht hat. Anschliessend geht es dann bergab durch den Wald wieder zu den Bussen zurück und von dort an nach Assisi.

Das Erlebnis bei Fra Bernhardino und auf der Romita war noch viel intensiver als es hier mit Worten beschrieben werden konnte. Am besten macht man sich selber ein Bild davon. Viele Mitpilger haben jedenfalls schon gesagt, das sie auf der Romita nicht das letzte mal gewesen sind.


Von Benedikt Geltenpoth

Veröffentlicht am 06.09.2011

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